VDSL

VDSL ist die Abkürzung für „Very High Speed Digital Subscriber Line“ und bezeichnet eine Technologie zur Datenübertragung über Kupferleitungen, die höhere Bandbreiten ermöglicht als herkömmliche DSL (Digital Subscriber Line) Verbindungen. VDSL wird hauptsächlich zur Bereitstellung von Breitbandinternetzugängen verwendet.

Im Vergleich zu DSL nutzt VDSL eine höhere Frequenzbereichsnutzung und ermöglicht so höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Während DSL eine maximale Übertragungsrate von etwa 16 Mbit/s bis 100 Mbit/s bietet, kann VDSL Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Download und 40-100 Mbit/s im Upload erreichen. Diese höheren Geschwindigkeiten machen VDSL zu einer geeigneten Lösung für High-End-Anwendungen wie HD-Videostreaming, Online-Gaming und das Herunterladen großer Dateien.

Es gibt zwei Varianten von VDSL: VDSL2 und Vectoring. VDSL2 ist die Weiterentwicklung von VDSL und bietet höhere Geschwindigkeiten und eine verbesserte Leistungsfähigkeit. Es kann sowohl over Copper (VDSL2 over Copper) als auch over Fiber (VDSL2 over Fiber) eingesetzt werden.

Vectoring hingegen ist eine Technologie, die speziell für den Einsatz in Mehrfamilienhäusern entwickelt wurde. Sie verringert die gegenseitige Störung (Übersprechen) zwischen den einzelnen VDSL-Leitungen, die sich ein Kabel teilen, und ermöglicht so höhere Geschwindigkeiten. Mit Vectoring kann die maximale Bandbreite auf bis zu 100 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload erhöht werden.

Um VDSL nutzen zu können, benötigt man einen speziellen VDSL-fähigen Router und eine VDSL-fähige Leitung. In vielen Ländern bieten verschiedene Internetdienstanbieter VDSL-Dienste an, allerdings ist die Verfügbarkeit von VDSL je nach Region unterschiedlich.