SSO (Stateful SwitchOver) ist ein Begriff aus dem Bereich der Informationstechnologie, der das nahtlose Umschalten von einem aktiven zu einem passiven System beschreibt, ohne dass es dabei zu Datenverlust oder Unterbrechungen kommt. Es handelt sich um einen Mechanismus, der vor allem in High-Availability-Umgebungen eingesetzt wird, um eine unterbrechungsfreie Verfügbarkeit von Diensten sicherzustellen.
Im Falle von SSO werden zwei Systeme parallel betrieben: ein aktives System, das den Dienst bereitstellt, und ein passives System, das in Echtzeit Daten des aktiven Systems repliziert. Dabei wird der Zustand der aktiven Systemkomponenten inklusive der Systemverbindungen, Sitzungen und laufenden Prozesse kontinuierlich an das passive System übertragen, damit dieses jederzeit einsatzbereit ist, falls das aktive System ausfällt oder gewartet werden muss.
Durch den Einsatz von SSO kann die Ausfallzeit minimiert werden, da beim Umschalten auf das passive System die Benutzerinnen und Benutzer nahtlos auf dieses umgeleitet werden können, ohne dass sie es bemerken. Zudem können laufende Transaktionen und Sitzungen fortgesetzt werden, sodass es zu keinen Datenverlusten kommt.
SSO ist vor allem in Bereichen von großer Bedeutung, in denen ein kontinuierlicher Betrieb essentiell ist, wie beispielsweise in Echtzeitsystemen, Finanzdienstleistungen, Telekommunikation oder Cloud-Infrastrukturen.