NetBIOS steht für „Network Basic Input/Output System“ und ist ein Protokoll, das zur Kommunikation zwischen Computern in einem lokalen Netzwerk verwendet wird. Ursprünglich wurde es von IBM entwickelt, später aber von Microsoft in Windows-Betriebssystemen implementiert.
NetBIOS ermöglicht es Computern, Ressourcen wie Dateifreigaben, Drucker und andere Geräte im Netzwerk zu identifizieren und darauf zuzugreifen. Es erlaubt auch die Namensauflösung, d.h. die Umwandlung von Computernamen in IP-Adressen. Diese Funktion wird hauptsächlich verwendet, wenn ein Computer auf einen anderen im Netzwerk zugreifen möchte.
NetBIOS arbeitet auf der Transportschicht des TCP/IP-Protokollstapels und verwendet in der Regel den UDP-Port 137 für Namensauflösungsanfragen, den UDP-Port 138 für Datentransfer und den TCP-Port 139 für die Sitzungssteuerung.
Da NetBIOS eine veraltete Technologie ist und einige Sicherheitsrisiken birgt, wird es heutzutage oft durch das neuere und sicherere SMB (Server Message Block)-Protokoll ersetzt. Dennoch wird NetBIOS in einigen Netzwerken immer noch verwendet, insbesondere in älteren Windows-Versionen und gemischten Windows- und UNIX-Netzwerken.